Fard -„STILLE POST“ |Songtext|

(Verse 1)
Ich rede keinen Scheiß, ich erzähl dir, wie es ist
Jede Sünde erweckt Neugier, wenn du gerade siebzehn bist
Zuhause dauernd Stress, weil du ständig pleite bist
Und alle anderen Party machen , während du nur scheiße frisst
Gerade siebzehn Jahre und die Schule hinter sich
Der Block ist voller scheiß Piraten, die Armee der Finsternis
Wen willst du vertraun, wenn nicht dir und dein‘ Kopf
Vater brüllt dich an :“Geh, und such dir endlich ein‘ Job“
Doch er gibt lieber ein fick, chillt viel lieber mit den Jungs
Die nichts haben, aber sagen -„Die Zukunft geht auf uns“
Der Staat hat uns vergessen, doch egal, wir scheißen drauf
Leben nur für den Moment, und das Übel nimmt seinen Lauf
Schlafen bis um Drei, Handy klingelt, Kunde wartet
(?) ist um Vier am Park, wo er auch gebunkert hat
Erzähl mir bitte nicht, dass dich das Leben müde macht
Alles was dein Vater für dich wollte, war ein grüner Pass
Doch, sein Junge hat verkackt, vorbestraft und Illegal
Keine Chance auf nen Job , wullah , Bruder, ist egal
Halt deine Fresse, du weisst nichts von diesem Leben
Wessen Familie ist geflohn vor Krieg und Elend ?
So geht das weiter, an jedem Tag im Jahr
Das Geld ist schnell und Illegal, scheiß auf die Gefahr
Du gehst zwar in den Knast, doch du kommst auch wieder raus
Akhi, scheiß auf die Gesetze , weil du keine Liebe brauchst
Leben hier am Minimum, Cash wird hier zum Mittelpunkt
Spaziern wie Pablo Escobar im Viertel rum
Sag, wann und wo ? wir warten hier
Du willst wissen wer wir sind ? geh und frag nach mir
Jeden Tag chilln die Jungs vor der Haustür
Verfluchen die Welt, weil sie denken, dass kein Weg hier rausführt
Nie etwas gelernt, nie was neues gesehn
Sag mir, wer kann diese Jungs und ihre Träume verstehn ?
Jung, aussichtslos und kriminell
Geld muss verdient werden, aber bitte schnell
Der Anführer der Jungs und der Gang heißt Ismail
Seine Eltern flohn damals hier, aus der dritten Welt
Auch wenn es wohl für unser einst, etwas seltsam ist
Was aus den Jungen wird, juckt seinen Eltern nicht
Also wird ein Junge namens Ismail kriminell
Gut gebaut und aggressiv, meine Sprache, Visuell
Eines Tages, saßen all die Jungs, draußen beisam‘
Chillten mit den Henessy, rauchten paar Gramm
Sie erzählten sich von Weibern,von Hoes und von Flittchen
Doch dieses eine Mädchen, konnte keiner ficken

(Verse 2)
Sie lebt im siebten Stock, sie geht nie zum feiern raus
Ihr Bruder ist ein Psycho, dass heißt, das du Eier brauchst
Doch Ismail will mal wieder auf die Kacke haun
„Ich klär jede Gott verdammte Fotze, hier im Plattenbau“
Gesagt – getan, er ruft an, sie legt auf
Alle lachen über ihn, doch er kennt nur den Applaus
Er wartet ein paar Stunden und schreibt ihr ne SMS
„Ich wollte doch nur reden, wieso machst du so nen Stress ?“
Er schmeichelt ihr, schmiert ihr Honig um den Mund
Das ganze über Wochen, ohne Komma, ohne Punkt
„Lass uns treffen, ich will dich kennenlern‘
Ich mein es ernst, halt dich bitte von den Pennern fern“
So geht das weiter, tausend Komplimente
Ihre Schönheit sei unendlich, ohne Anfang, ohne Ende
Sie willigt ein, nach all der langen Zeit
Und Ismail beteuert ihr seine Dankbarkeit
Alles was sie will, ist das es keiner erfährt
Ihre Eltern seien streng, dass sei die Scheiße nicht wert
„Alles klar Habib, ich schwör, ich halte dicht
Wir treffen uns bei mir, du weißt selbst wie kalt es ist“
Sie willigt ein, das Schicksal nimmt seinen Lauf
So wurde eine Liebe gegen Unschuld eingetauscht

(Hook)
Er sagt, sie sagt, jeder sagt
Lästern sei eine Lebensart
Heuchler, die wissen, dass sie Lügner sind
Verbreiten Märchen, wie die Gebrüder Grimm
Ah
Er sagt, sie sagt, jeder sagt
Lästern sei eine Lebensart
Sie lügen und lästern, viel zu oft
Der ganze Block spielt stille Post

(Verse 3)
Ich erzähl dir von nem Mädchen mit Anstand und Maniern
So schön, sogar der Vater hatte angst sie zu verliern
Esra, so schön wie aus dem Bilderbuch
Mit gerade siebzehn, zu stolz für einen Hilferuf
Ihr Vater war seit nem Unfall querschnittsgelähmt
Ein frommer Mann, ja, er ging den ehrlichen Weg
Doch du weisst, für jeden steht das Schicksal geschrieben
Dank seinen Kindern ist er ohne Hilfe geblieben
Die Mutter spricht kaum Deutsch, brauch sie hier auch nicht
Im Block spricht keiner Deutsch , es ist traurig wie es ist
Ihr Bruder will verdien‘, verkauft Rauschgift und so nen Mist
Das macht jeder hier am Block, es ist traurig wie es ist
Sie hilft ihren Eltern, so gut sie kann
Strengt sich in der Schule immer für die Zukunft an
Hilft ihrer Mutter beim Haushalt und einkaufen gehn
Die anderen Mädchen lachen, wenn sie, sie beim einkaufen sehn
Doch ihr ist dass egal, sie ist Stolz und selbstbewusst
Die Mädchen hier am Block, sind auf Drogen und verlogen
Sie hingegen schmiedet Pläne, denn sie hat Ziele
Sie träumt von einer Zukunft und lebt für die Familie
Es war ein ganz normaler Tag, als sie in der Küche saß
Und wie so oft, einer ihrer Bücher laß
Sie interessiert sich für Ägypten, wie es dort mal früher war
Ihr großer Bruder nennt sie Leseratte
Sie hat Tausend Bücher da
Ihr Handy klingelt, unbekannter Teilnehmer
Doch sie geht dran , was für ein scheiß Fehler
„Hallo – Hallo, sprech ich da mit Esra ?
Hier ist Ismail, sag, wie geht es dir Schwester ?“
Sie ist geschockt und legt sofort wieder auf
Wer ist dieser junge Kerl ? Wo hat er die Nummer her ?
Er lässt nicht locker, und ruft sie ständig an
Esra bleibt ignorant und geht nicht ran
Er schreibt ihr jeden Tag mit sehr viel Stil und mit Charme
Von ei’m Fremden wurd sowas für sie noch nie getan
Sie fühlt sich geschmeichelt, selbst das war ihr peinlich
Doch eines Nachts, schlaflos, da schrieb sie ihm heimlich
„Wie geht’s dir ? , was machst du ? Bist du noch wach ?“
Sie sprachen miteinander, bis morgens um Acht
Er war sehr nett, höflich und klug
„Ich kenn tausend Mädchen , doch die Schönste bist du “
Sie fühlte sich verstanden
Und ausserdem hatte sie schon lange den Wunsch rauszugehn
Man konnt‘ die Freude in Esra’s Augen sehn
Endlich etwas Freude, nach den tausend Tränen
So konnte Ismail ihr Vertrauen gewinnen
Er log und versprach ihr das Blaue vom Himmel
Sie trafen sich zum Date, heimlich auf dem Weg
Zur Schule, später dann, heimlich bei ihm
Seine Absicht war nicht ehrlich, das weißt du auch
Esra schlich sich seinetwegen ständig raus
Und das Schicksal ? Ja, das nahm seinen Lauf
So wurde eine Lüge, gegen Unschuld eingetauscht

(Hook)
Er sagt, sie sagt, jeder sagt
Lästern sei eine Lebensart
Heuchler, die wissen, dass sie Lügner sind
Verbreiten Märchen, wie die Gebrüder Grimm
Ah
Er sagt, sie sagt, jeder sagt
Lästern sei eine Lebensart
Sie lügen und lästern, viel zu oft
Der ganze Block spielt stille Post

(Verse 4)
Esra glaubte, sie hätte einen Freund gefunden
Einen ehrlichen Kerl, ehrlich und fair

Doch hinter ihrem Rücken, da erzählte er
Einfach weiterhin, dass er jede klärt
All‘ die Bitches sein‘ keine Träne wert
Er kriegt sie alle ins Bett, ohne Gegenwehr
Sie fragten ihn, wie es mit Esra läuft
„Bist du jetzt etwa Schwul ? Und ihr bester Freund ?“
Alle lachten ihn aus und er schämte sich
Anstatt zu sagen, dass sie ein besonderes Mädchen ist
Und das Übel nahm seinen Lauf
So wurde eine Lüge gegen Unschuld eingetauscht
„Ehy, ich hab die kleine Schlampe schon längst gefickt
Ich mach jede klar, ich schwör, du kennst mich nicht
Sie hat so krass gelutscht, ich hab sie so krass gebumst
Dass ich sie einmal ficke, war ihr größter Wunsch“
Und alle jubeln und klatschen ihn Beifall
„Ja, ismail, Bruder, mach nur so weiter
Fick all die Schlampen, ich schwör, du bist King,ja
Esra ist ne Schlampe, dass sieht selbst ein Blinder“
Plötzlich hatte jeder ein Grund zu reden
Um neue Lügen in den Mund zu nehmen
Jeder wollt natürlich, der erste sein
Lügen verbreiten im Märchenstyle
Plötzlich hieß es
Esra, eine Hure
Die mit jedem fickt und nichts auf Ehre gibt
Keiner hat gefragt was dahinter steckt
Man blamierte sie bis ins Internet

Esra selbst, erfuhr davon viel zu spät
Sie suchte Ismail in jeder Spilothek
Sie konnte weder Essen, noch in den Spiegel sehn
Alle lachten, sie hat sich so mies geschämt
Sie rief ihn an, doch er nahm den Hörer nicht ab
Denn ihn war es scheiß egal, wie es Esra jetzt ging
Während die anderen weiter am lästern sind
Lügen und lästern , Brüder und Schwestern
Keiner stand ihr bei in dieser kranken Zeit
Eine Lüge, erfunden, in Handarbeit
Missgunst, Sheytan und blanker Neid
Und wie sollte es wohl auch anders sein
Esra’s Bruder hat davon Wind bekomm‘
Er rasstet aus und will wissen wer die scheiße erzählt
„Keiner zieht den Namen meiner Schwester in den Dreck“
Ja, ihr Bruder behandelte Esra mit Respekt
Er rief jeden an, und weil ihn jeder kannte
Hatte jeder schiss, vor seiner Schlägerbande
Und plötzlich konnte sich keiner erinnern
Plötzlich werden Männer feigeste Kinder
Er kam dahinter, dass es Ismail war
Der Wixxer und die kleinen Bitches im Park
Er rief seine Jungs und sie zogen los
Voller Hass, Aggresiv, und zugekokst
Blind vor Wut während sein Puls rast
Und der Teufel, links auf seiner Schulter
„Fick den Wixxer,schneid ihn die Kehle durch
Danach hat hier im Block vor dir jeder Furcht“
Er sieht Ismail und stürmt auf ihn zu
„Was redest du über meine Schwester ? Du Hurensohn!
Heute wirst du bluten, für deinen dreckigen Bitchmove“
Er zieht seinen Messer und sticht zu

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